Joachim Engelland

Beratung für Fach- und Wissenschaftsverlage

Onlineplattform für Zeitschriften, Bücher und Datenbanken – von 0 auf 100

Erstellt von engelland am Freitag 9. Januar 2009

Nach der Übernahme eines weiteren Verlags kam das vereinigte Online Geschäft auf den Prüfstand. Das Ergebnis war ernüchternd: Komplexität, Redundanz, keine gemeinsamen Standards. Trotz durchaus vorhandener Umsätze bedeutete die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Produktlinien ein Risiko für das Gesamtunternehmen.

Der Befreiungsschlag des Wissenschaftsverlags war radikal: die alten System sollten durch eine einzige gemeinsame Produktplattform ersetzt werden, auf der sämtliche Inhalte zugänglich gemacht und vertrieben werden. Elf Produktlinien (eJournals, eBooks, divese Datenbanken) waren zu integrieren – ein hochkomplexes und teures Projekt.

Betriebswirtschaftlich wurde die Investition durch eine doppelte Zielerwartungen begründet:

  • Die verlagsinterne Arbeit mit den elektronischen Produkten wird vereinfacht, Fehler- und Ausfallrisiken sowie Kosten werden gesenkt. Insbesondere Vertriebs- und Serviceaufgaben boten Potenzial zur Vereinfachung und Automatisierung.
  • Ebenso wichtig war die kommerzielle Zielsetzung: aggressive Ausweitung des elektronischen Geschäfts, mehr elektronische Inhalte, Marketing und Vertrieb kreativer und effizienter gestalten.

Das System wurde innerhalb von anderthalb Jahren konzipiert, entwickelt und gestartet. Ein Rekordtempo, bei dem die Infrastruktur und das Knowhow eines Technikanbieters verwendet wurden, der nicht allein auf elektronisches Publizieren spezialisiert ist, sondern (in diesem Fall wichtig!) auf Wissenschaftspublikation im Besonderen. Das hielt die Lernkurve beim Partner flach – und Unsicherheit und Kosten auf Verlagsseite im Griff.