Erstellt von engelland am 18. August 2009
Zoe Corbyn lists in her Times Higher Education article challenges to contemporary academic comunication and publishing, Yet no surprises or new arguments in there. It remains difficult to foresee if and how these things will (severely) affect commercial publishers:
- adequateness of the impact factor – or viability and acceptance of any replacement systems
- open access attitude and actual behaviour (among researchers, university managers, funding providers…)
- the further development of PLOS (as a future open access giant – just like Google, Wikipedia, Amazon, ebay… ? How will they react to their first case of fraud in PLOS…?)
Some of the reader comments I found useful. e.g. the suggestion to publish reviewers’ comments. This could indeed help the reader evaluate the article. And from a publisher point of view: this would probably also help driving usage to the journal, which will again help with subscriptions…
Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert
Erstellt von engelland am 14. Januar 2009
Die Zeitschrift RNA Biology verpflichtet ihre Autoren, künftig mit jedem Artikel auch eine Zusammenfassung für Wikipedia zu schreiben, die auf den Originalartikel verlinkt. Diese Zusammenfassung wird wie der Artikel ebenfalls dem peer-review-Verfahren unterzogen, bevor sie bei Wikipedia veröffentlicht wird. Ein Beispiel steht hier.
Vorteil für den Verlag: Die Wikipediaeinträge werden von Google auf den ersten Plätzen der suchresultate geführt. Von dort aus verweisen die Literaturhinweise direkt zum Zeitschriftenartikel. – Die Auffindbarkeit der RNA Biology Beiträge ist also deutlich erhöht worden.
Vorteil Wikipedia: die Beiträge sind peer-revied. Die Abwesenheit von autoritaiver Qualitätskontrolle ist bislang eines der Mankos, wenn Wikipedia mit Enzyklopädien oder Lexika verglichen wurde.
Ich gehe davon aus, dass dieses Beispiel schnell Schule machen wird; andere Wissenschaftsverlage dürften in Kürze das Gleiche von ihren Autoren erwarten.
Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert
Erstellt von engelland am 16. November 2008
Ein Versuch, die Rolle der Bibliotheken in der Open Access Thematik zu verändern, ist die Initiative SCOAP3. Es ist der Versuch, weltweit koordiniert Teile der Erwerbungsetats umzuwidmen und damit Publikationsprojekte zu finanzieren.
Das Ziel ist, für konkrete Zeitschriftentitel das open access Recht zu erkaufen. Und zwar nicht auf Titelebene (open choice), sondern pauschal für den ganzen Titel.
Das Acronym SCOAP3 steht für “Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics”. Die Initiative konzentriert sich auf die wichtigsten Publikationen auf dem Gebiet der Hochenergiephysik; es geht um Publikationen der Verlage sind APS, SISSA-IOP, Elsevier und Springer.
SCOAP3 bemüht sich darum, ein Konsortium von Bibliotheken zu formen, die bereit sind, ihre Budget für das Abonnement der betreffenden Zeitschriftenabonnements umzuwidmen und zur Finanzierung des Open Access zur Verfügung zu stellen. Bibliotheken, die sich an SCOAP3 beteiligen wollen, kalkulieren ihre jährlichen Ausgaben für die betreffenden Titel nach dem standardisierten Formular von SCOAP3.
Sobald eine finanzielle Basis hergestellt ist, soll mit den betreffenden Verlagen über Open-Access-Gebühren verhandelt werden. Der Ausgang dieser Verhandlungen wird ebenso interessant sein wie die Verwaltungsstruktur, die sich das Konsortium gibt.
Das Volumen der Transaktion wird von den SCOAP-Gründern auf 15 Mio USD jährlich geschätzt. Ein Betrag, der weltweit von den teilnehmenden Institutionen zusammen gebracht und verwaltet werden muss. Zudem wird mit den Verlagen regelmäßig nachverhandelt werden müssen, um Veränderungen in der Zahl der Artikel, Investitionen in die Entwicklung der Benutzeroberfläche der elektronischen Zeitschriften, Währungsschwankungen und ähnliche Unwägbarkeiten zu reflektieren.
Abgelegt unter open access | Kommentare deaktiviert
Erstellt von engelland am 16. November 2008
Die UCB (University of California Berkley) hat ein 18monatiges Pilotprojekt zur Finanzierung von Open-Access-Publikationen gestartet: die Berkley Research Impact Initiative (BRII). Wissenschaftler und Studenten der UCB können über einen von Universität und Bibliothek gemeinsam bereitgestellten Fond Autorengebühren für open access publikationen erstattet bekommen. Die Gebühren – derzeit zwischen 500 USD und 3100 USD werden zu 100% erstattet. Die Liste der qualifizierten Verlage ist auf der Website des BRII zu finden.
Wissenschaftliche Verlage aus dem stm-Bereich verstehen Open-Access-Publikationen zunehmend als Geschäftsmodell und werden sie in ihre Organisation und Produktionsabläufe integrieren. Das umfasst auf jeden Fall folgende Aspekte:
-
Promotion und Marketing der open-choice-Angebote im Kreis der Bibliotheken und Universitäten. Durch Anpassung und Erweiterung der Geschäftsbeziehungen können die Geschäftsvolumina dann gesichert und erweitert werden.
-
Entwicklung von neuen kombinierten Preismodellen, die sowohl den Zugang zu den Verlagsinhalten als auch spezifische Konditionen für Open Access (= open choice) Publikationen abdecken.
-
Festlegung standardisierter Geschäftsabläufe für die Abwicklung von open-choice-Publikationen – von der Auftragsannahme über Rechnungsstellung und interne Verrechnung bis zur Steuerung der Produktion bzw. Freischaltung der Artikel.
-
Automatisierung des „open-choice-Vertriebs“. Wie bei anderen e-commerce-Vorgängen lassen sich auch open-choice-Verträge automatisieren und damit günstig abwickeln. Infrage käme beispielsweise eine Kooperation mit dem
Copyright Clearing Center – insbesondere mit deren Service
Rightslink. Oder der Vertragsschluss wird bereits bei der Manuskripteinreichung ermöglicht, wie das bei der auf open-access-Publikationen spezialisierten Software
Cosis der Fall ist.
Betrachten Sie Open Access als Geschäftsidee und Chance für Ihren Verlag? – Lassen Sie uns die Möglichkeiten durchleuchten. Nehmen Sie Kontakt auf?
Abgelegt unter Allgemein, open access | Kommentare deaktiviert