Joachim Engelland

Beratung für Fach- und Wissenschaftsverlage

Video publication in micro-invasive surgery

Erstellt von engelland am 12. Februar 2010

Mary Ann Liebert just launched their new journal “Videourology“, which supplements the long established Journal of Endourology. Urologists can find video demonstrations of innovative surgical techniques that would be difficult to describe in text.  Much effort had been put into the creation of navigation tools on the site and into the submission and peer review process for video material. Here is more information about the product.

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Web-TV für Verlage

Erstellt von engelland am 23. März 2009

Der Strategiegipfel WebTV, den die Akademie des Buchhandels in der vergangenen Woche veranstaltete, bot Einblick in ein Arbeitsfeld, das insbesondere in Fachverlagen Bedeutung gewinnt. Bewegte Bilder im Internet waren das Thema – als Reportage, Interview oder als Spielfilmszene. Die Verlagsvertreter auf dem Podium und im Publikum beschrieben ein breites Spektrum an strategisch-geschäftlichen Gründen für das Engagement in dem noch neuen Medium. Und anhand konkreter Projektbeispiele wurde anschaulich, mit welchem Aufwand sich welche Ergebnisse erzielen lassen.

 

Was bringt WebTV?

  • Für Anke Steinbacher vom Burda Verlag dient es zur Steigerung der Klickzahlen. Quer durch die Magazinlandschaft des Verlags – von Focus über Chip bis zum Playboy – werden Videos auf den Websites eingesetzt. Durch bewegte Bilder und Ton werden Themen persönlicher und emotionaler dargestellt. Das ist attraktiv und sorgt für Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe. Die Gestaltung der Beiträge und der damit verbundene Produktionsaufwand werden durch Zielgruppe und Genre bestimmt. Zwischen Inhouse-Produktion mit einfacher Studioausstattung und der Highend-Produktion für ein Modemagazin liegen Welten. Ob es sich rechnet? Schwer zu sagen, meint Anke Steinbacher. Der Einsatz der Videos ist Teil des Gesamtmarketings, es gibt keine direkte Refinanzierung. Auf jeden Fall aber kommen die Filme bei den Nutzern an. Das verraten die Klickzahlen, und das kommt natürlich auch beim Werbekunden an.
  • Direkter fließt das Geld da beim Vogel-Verlag und Hanser-Verlag. Beide Verlage veröffentlichen Industriemagazine. Angefangen hatte es mit Messe-TV – dem filmischen Rundgang auf industriellen Fachmessen, bei dem neue Produkte und Verfahren vorgestellt werden. Der Film bietet Veranschaulichung, die Text oder Graphik so nicht bieten.  Die Assoziation mit der „Sendung mit der Maus“ liegt nahe, aber die Teilnehmer waren von dem vorgestellten Beispielen ebenso angetan, wie offenbar die Industriekunden. Für Bernd Meidel vom Vogelverlag ist die Auftragsproduktion ist das schlichteste und zuverlässigste Geschäftsmodell. Der Industriekunde bezahlt zunächst für die Erstellung eines Videos und danach für die Medialeistung, also die Verbreitung auf den Seiten des Verlags.
  • Beim Cornelsen Verlag zählt das Video zum integralen Bestandteil der Sprachlehrwerke. Die Besonderheit ist allerdings, dass der Schulbuchmarkt bislang weiterhin auf DVD und CD-ROM ausliefert; das Internet als Veröffentlichungsweg ist aufgrund der Ausstattung der Schulen mit entsprechender Technik keine Option. Andere Verlage bieten Video-Didaktik gegen Bezahlung im Web. Insbesondere für Industrieverlage tun sich in dieser Hinsicht Chancen auf. Bernd Meidel und Michael Himmelstoß können davon berichten, und auch unter den Teilnehmern der Veranstaltung gab es Erfahrung mit dem Angebot von Video in Webbased Trainings.

Welcher Aufwand ist nötig?

  • Natürlich ist die Skala nach oben hin offen. Aber ein Aufnahmestudio einzurichten muss kein exorbitantes Budget verschlingen. Stellwände, einfache Möbel, Beleuchtung – wichtig ist nur, was die Kamera sieht. Die Beispiele der Verlage Burda, Vogel und Hanser machten sämtlich einen guten Eindruck im Film, und waren doch in Teilen improvisiert. Gespart wurde dagegen nicht bei der Technikausrüstung. Kamera und Schneideausrüstung sollten hochwertig sein – so der Rat der Referenten. Wie viele gleichzeitige Kameraperspektiven, wie aufwändig wird geschnitten, welche Darsteller werden engagiert. – In diesen Fragen werden die Zielgruppe und das Geschäftsmodell eine bestimmende Rolle spielen.
  • Zum Aufwand zählt auch die Frage, wer vor der Kamera steht. Die Fachverlage lassen ihre Redakteure und Kunden ran. Das erhöht die Glaubwürdigkeit der Informationen und damit die Bindung der Zielgruppe. Redakteure werden daher im Moderieren fortgebildet und präsentieren dann die Themen. Burda und Vogel Verlag haben sich dazu Mitarbeiter mit Fernseherfahrung an Bord geholt.

Web-TV Beiträge verbreiten

  • Natürlich soll der Nutzer zur Verlags-Website kommen. Dort soll der TV-Clip seine Wirkung entfalten. Der Nutzer soll Werbung sehen,  auf Banner klicken, den Shop besuchen oder mindestens zum Kauf im Laden angeregt werden. Aber wie findet der Nutzer zum Video? Wie überall im Web kommt es darauf an, den Kunden dort anzusprechen, wo er sich gerade befindet. Und so gehört zum Web-TV auch die Nutzung aller Kanäle, über die Videos verbreitet werden. Youtube, eTunes, MySpace, Yahoo Video etc. – die Zahl der Seiten, über die man Videos findet, ist nicht zu bestimmen. All diese Kanäle können dafür sorgen, der Verlagsseite Trafik zuzuführen.
  • Um die eigenen Videos optimal im Internet zu verbreiten sei eine nützliche Empfehlung weitergegeben: unter www.TubeMogul.com lässt sich die Verbreitung des eigenen Angebots steuern.

Ausblick – Das Wissen der Welt als Videobotschaft

  • Natürlich sind Verlage weder die ersten noch die einzigen Anbieter von Web-TV. Für viele Verlage kann die Kooperation mit spezialisierten Fernsehanbietern eine Option sein. in vielen Fällen wird die Produktion der Beiträge von solch einer Kooperation profitieren.
  • Aber auch Lizenzvereinbarungen oder Marketingkooperationen können für Verlage interessant sein. Ingo Wolf, Geschäftsführer der Firma Grid-TV stellte die Spartenprogramme und Servicedienste seiner Firma vor. Eines der aktuellen Projekte spricht Fach- und Wissenschaftsverlage an. vorgesehen ist unter dem Arbeitstitel „Wissen der Welt“ eine Reihe von lexikalisch erklärenden Beiträgen zu entwickeln. Die Kooperationspartner für dieses Projekt kommen unter anderem aus dem Bereich der amerikanischen und englischen Universitätsverlage.

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