Zeitschrift gründen

Die Zeitschrift beim klassische Verlag – ein „Markenprodukt“

Der klassische Wissenschaftsverlag stellt sein Programm in den Vordergrund: die Zeitschriften und Bücher, die in der Vergangenheit veröffentlicht wurden. In diesem Umfeld – so ist die unausgesprochene Verheißung für wissenschaftliche Autoren und Herausgeber – wird auch Ihre Publikation von der Fachöffentlichkeit wahrgenommen.

Das war eine Zeit lang zweifellos richtig. Die Verlagsmarke bot Lesern wie Autoren einen Anhaltspunkt, wo „man“ spezifisch thematische Literatur findet. Bei Urban und Fischer gibt es Medizin, beim VS-Verlag Sozialwissenschaften, bei Niemeyer Germanistik etc.

Diese Art der Markenwirkung wandelt sich derzeit rapide. Nicht zuletzt unter dem Einfluss der Internet-Ökonomie gibt es eine Tendenz zum Grossisten.  Dort wird nicht mehr das spezifische thematische Profil gepflegt, sondern der Anspruch „alles“ zu bieten. Und die Marktmacht wird nicht mit Fachkompetenz belegt, sondern mit der Anzahl der publizierten Zeitschriften.

Forum oder Massenprodukt?

Das bringt wissenschaftliche Fachgesellschaften in einen Zielkonflikt. Zum einen scheint es attraktiv, die eigene Fachzeitschrift in Zusammenarbeit mit einem großen Verlag zu publizieren, weil damit der Vertrieb und die Verbreitung einfacher erscheinen. Aber auf der anderen Seite verliert die Zeitschrift auf der Verlags-Homepage ihre eigene Strahlkraft. Das Logo über der Zeitschrift ist das des Verlags – nicht das der Fachgesellschaft.

Hinzukommt die nivellierende Einfluss der Suchmaschinen. Während die Printausgabe noch individuelle Gestaltungen zulässt, ist das Suchergebnis nach einem Fachartikel in Google Scholar und dann in der PDF-Ausgabe optisch austauschbar. – Achtet noch jemand darauf, in welcher Zeitschrift der Google-Treffer erschienen ist?

Der Sprung zum nächsten Beitrag ist leicht: „Leser dieses Artikels interessierten sich auch für…“ – Der Artikel wird Teil einer unübersichtlichen Beitragsflut.

Die Fachzeitschrift als Fachportal

Wenn mit Ihrer Zeitschriftenkonzeption auch die Identität Ihrer Fachgesellschaft verknüpft ist, werden Sie vermutlich die Zeitschrift selber betreiben wollen. – die gute Nachricht ist: es geht.

Die etwas ernüchternde Nachricht ist: es macht Arbeit. Eine Fachzeitschrift – insbesondere eine mit „Impact Factor“ – bietet stets ein Mosaik zahlloser spezialisierter Funktionen und Kooperationen dar, die man nicht bei einem Internet-Provider als Set bekommt. CrossRef-DOIs, verlinkte Literaturverzeichnisse, Nachweis „wer hat diesen Artikel zitiert?“, Nutzungsstatistiken, Langzeitarchivierung etc. stellt – für eine einzige Zeitschrift – zunächst einen kaum finanzierbaren Entwicklungsaufwand dar.

Quotus Publishing – das Beste beider Welten

Die von mir mit gegründete  Firma Quotus Publishing bietet Fachgesellschaften die Möglichkeit, die eigene wissenschaftliche Zeitschrift zu betreiben. Sämtliche technische Funktionen und Kooperationen, die ansonsten nur Großverlage anbieten können, sind in der Infrastruktur von Quotus Publishing enthalten.

Über das Design bestimmt Ihre Fachgesellschaft – und über das Geschäftsmodell ohnehin.

Ob die Zeitschrift nur für Ihre Mitglieder zugänglich ist, oder als Open Access Publikation für jedermann, oder als Abonnement- und Archivzeitschrift an Bibliotheken vertrieben wird – dies kann bei Quotus Publishing individuell eingerichtet werden.

Vor allem aber bleibt Ihre Zeitschrift oder Buchreihe unverkennbar in Ihrem Design. – Recherchieren Sie einmal in einer der Zeitschriften dort und überzeugen sich selbst:

Kunst und Recht

Max Weber Studies

Haben Sie Fragen zu Quotus Publishing  – Oder möchten Sie eine eigene Zeitschrift gründen?…

…rufen Sie mich an: +49 171 3171297

email: joachim.engelland@engelland.com
Skype:  joachim.engelland

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